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Ihr ASB in Erfurt / Historie des ASB

Historie des ASB

 

121 Jahre im Dienst am Menschen

schwestern_sitz.jpgDie Ursprünge des Arbeiter-Samariter-Bundes reichen auf einen tragischen Unglücksfall vor über 110 Jahren zurück.Im Jahr 1888 wurde die erste Arbeiter-Samariter-Kolonne von Zimmerleuten in Berlin gegründet. Grundgedanke und höchste Motivation war die Selbsthilfe bei Betriebsunfällen bzw. Unglücksfällen im privaten Bereich, da zu diesem Zeitpunkt die medizinische Hilfe im Unglücksfall kaum entwickelt war. Krankentransport oder gar Rettungsdienst und notärztliche Hilfe für die Zivilbevölkerung waren nicht organisiert, sondern blieben dem jeweils Betroffenen und seinen Angehörigen überlassen.

Unter dem Eindruck schwerster Arbeitsunfälle auf den Baustellen Berlins entstand bei den Handwerkern das massive Bedürfnis, ihren Kollegen in einem solchen Fall helfen zu können. Mit großer Anstrengung und Mühe fand man Ärzte, die bereit waren, Laien in den Grundkenntnissen der medizinischen Kunst auszubilden, damit sie wenigstens vor Ort die wichtigsten Hilfsmaßnahmen auch selbständig einleiten konnten. Die Idee wurde in Arbeiterkreisen sehr schnell publik und verbreitete sich im damaligen Preußen wie ein Lauffeuer. Immer neue Arbeiter-Samariter-Kolonnen wurden gegründet und widmeten sich in erster Linie der Ausbildung von Ersthelfern. 1909 gründeten die bis dahin bestehenden Kolonnen den Arbeiter-Samariter-Bund als eine überregionale Organisation, die sich der Verbreitung des Selbsthilfegedankens in ganz Deutschland widmen sollte.

Am 12. März 1912 wurde die Kolonne des Arbeiter-Samariter-Bundes in Erfurt erstmals gegründet. Über ihr vielfältiges Wirken und Engagement ist leider heute nur noch wenig bekannt, da mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten der ASB verboten wurde und viele Dokumente und Quellen zerstört wurden.

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges entstanden 108 Kolonnen mit 6.000 aktiven Mitgliedern in Deutschland. Neben dem ursprünglichen Grundgedanken der humanitären Selbsthilfe widmete sich der ASB sehr schnell auch allgemein sozial-politischen Aufgaben auf den Gebieten der Volkswohlfahrt.
Insbesondere der Ausbau der Hauskrankenpflege, die Einrichtung von Sanitätsräumen in den Fabriken und die aktive Gesundheitsaufklärung und Fürsorge sowie die Kinderhilfe standen in den Zeiten einer sich rasch und ungebremst entwickelnden, industriellen Gesellschaft im Mittelpunkt.

radfahrer.jpgIn einer groß angelegten Kampagne prangerte der ASB die unhaltbaren Wohnverhältnisse in den Mietskasernen und die damit zusammenhängende Verbreitung von Seuchen und Krankheiten an.
Die Kampagne war so erfolgreich, dass selbst der preußische Landtag sich damit auseinandersetzen musste und erste Gesetze zur Verbesserung der Hygiene und der Wohnverhältnisse in den Mietskasernen verabschiedet wurden. In den Krisenjahren 1923 und 1924 kümmerte sich der ASB insbesondere um die Not leidende Zivilbevölkerung. Winterhilfe, Kinderlandverschickungen und die Versorgung von Familien mit Lebensmitteln und Kleidung waren Hauptaufgaben und wurden mit großem Engagement verwirklicht.

Im Jahr 1932 existierten 1.574 Kolonnen mit 52.326 aktiven Samaritern in ganz Deutschland.
Von Anfang an war der ASB der Arbeiterbewegung eng verbunden und sah sich solidarisch in die große Familie der unterschiedlichsten Arbeiterselbsthilfevereinigungen eingebunden. Dies führte dazu, dass die Nationalsozialisten bei der Machtergreifung 1933 sofort den ASB verboten und sein gesamtes Vermögen beschlagnahmten. Von diesem schweren Schlag hat sich der ASB lange Jahre nicht erholt.
Nach Kriegsende bemühten sich viele Samariter, den ASB wiederzugründen.

In den damaligen westlichen Besatzungszonen wurde er bereits 1945 wieder zugelassen und konnte mit bescheidenen Anfängen seine hilfreiche Tätigkeit aufbauen. Die traditionellen Aufgabenfelder der Ersten-Hilfe-Ausbildung, Sanitäts- und Rettungsdienst sowie Krankentransport waren die Schwerpunkte seiner ersten Aktivitäten.

In den 60-er Jahren wurden neue Aufgabenbereiche erschlossen. Internationale Katastrophen- und Auslandshilfe, die Übernahme der Trägerschaft von Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen kamen hinzu. Die Kinder- und Jugendarbeit wurde intensiviert und auch die Flüchtlingsbetreuung nahmen einen festen Platz im Leistungskatalog des ASB ein. In den 80-er Jahren engagierte sich der ASB stark im Aufbau der ambulanten, sozialen Dienste, so dass aus dem ursprünglichen Arbeiter-Selbsthilfeverein eine moderne und leistungsfähige Wohlfahrtsorganisation wurde, die auf allen Gebieten der freien Wohlfahrtspflege fachkundig ihre Arbeit versieht.

Durch den Fall der Mauer eröffnete sich dem ASB auch im Osten Deutschlands die Möglichkeit wieder, seine Tätigkeit aufzunehmen. Unter der sowjetischen Besatzungsmacht und in der nachfolgenden DDR war er verboten und seine Tätigkeit nicht zugelassen. Bereits in der historischen Nacht der Grenzöffnung konnte der ASB seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Viele Bürgerinnen und Bürger der DDR, die die Grenzöffnung nutzten, wurden von Helfern des ASB mit heißem Tee, belegten Brötchen und Erbsensuppe in den langen Warteschlangen an der Grenze versorgt.

Exakt 78 Jahre nach seiner Gründung wurde der ASB Erfurt am 12. März 1990 wieder gegründet. Befreundete Samariter aus der Partnerstadt Mainz haben in den stürmischen Zeiten der Wende für den Aufbau des ASB in Erfurt geworben und viele Erfurter folgten diesem Ruf gerne. Die ersten Arbeitsverhältnisse konnten, wie in allen neuen Bundesländern, durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begründet werden. Im Oktober 1990 nahm der Behindertenfahrdienst seine Tätigkeit als erste Dienstleistung des Kreisverbandes auf. Bereits im Februar 1991 erhielt der Kreisverband die Zulassung zur Mitwirkung am Rettungsdienst, und kurze Zeit später wurden 2 Sozialstationen im Stadtgebiet aufgebaut.

Ebenfalls 1990 konnten die ersten Landesverbände des ASB in der DDR gegründet werden; viele Orts- und Kreisverbände wurden spontan und mit großer Begeisterung gegründet. Bereits Ende 1991 existierten 81 neue Ortsverbände mit 20.000 aktiven Mitgliedern in den nunmehr neuen Bundesländern.

In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich der ASB - insbesondere in den neuen Bundesländern - außerordentlich rasant. Fristete er in den alten Bundesländern über viele Jahre hinweg eher ein Schattendasein im Konzert der großen, etablierten Wohlfahrtsverbände, so erinnerte man sich in den neuen Bundesländern gerne seiner großen Verdienste und Leistungen aus der Zeit der Weimarer Republik. Dementsprechend offen agierten auch die öffentlichen Verwaltungen mit dem ASB und übertrugen ihm wesentliche und wichtige Teile der neu zu schaffenden Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege. Dies spiegelt sich auch eindrucksvoll in den Leistungsdaten des ASB wider.
Tausende Arbeitsplätze konnten geschaffen werden; dutzende Einrichtungen wurden übernommen und am Leben erhalten; viele neue Einrichtungen und Dienste konnten entstehen.

Von 63 am 31.12.1996 in Deutschland betriebenen Alten- und Pflegeheimen des ASB befinden sich allein 42 mit 5.110 von insgesamt in Deutschland 6.693 Pflegeplätzen in den neuen Bundesländern. Von 223 vorhandenen Sozialstationen und ambulanten Pflegediensten werden 76 in den neuen Bundesländern betrieben, die von insgesamt 58.979 täglich betreuten Personen 35.553 betreuen.

Die Bedeutung der neuen Einheit Deutschlands für den ASB spiegelt sich aber am eindrucksvollsten in den Zahlen der Beschäftigten wider. Von am 31.12.1998 insgesamt in Deutschland beschäftigten 12.976 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden allein in den fünf neuen Bundesländern (ohne Berlin) 6.661 Personen beschäftigt. Der ASB hat damit nicht nur bewiesen, dass er in kurzer Zeit eine große, sozial-politische und gesellschaftspolitische Aufgabe bewältigen konnte, sondern er hat auch wesentlich zur Entwicklung der neuen Bundesländer und zur Erhaltung von Arbeitsplätzen beigetragen.

Dieser Aufwärtstrend hat auch in den letzten Jahren stetig angehalten. Gegenwärtig beschäftigt der ASB in Deutschland 15.053 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 5.247 Zivildienstleistende und wird von über 960.000 Vereinsmitgliedern unterstützt. 12.306 dieser Mitglieder stellen sich auch in ihrer Freizeit als ehrenamtliche Samariterinnen und Samariter in den Dienst der guten Sache.
 

 

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13.02.12  
bis
   Erste Hilfe Training
20.02.12 bis 21.02.12  Erste Hilfe Lehrgang
06.03.12  
bis
   Erste Hilfe Training
19.03.12 bis 20.03.12  Erste Hilfe Lehrgang
17.04.12  
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   Erste Hilfe Training
23.04.12 bis 24.04.12  Erste Hilfe Lehrgang


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